Strahlendem Lächeln verpflichtet: Zahnmedizin
Das Betätigungsfeld ist klar umrissen: Zähne, eingebettet in Ober- und Unterkiefer und ummantelt von Zahnfleisch. Während der kleine Patient dem Zahnarzt sein 20 Zähne umfassendes “Milchgebiss” vorzeigt, präsentiert sich das vollständige Gebiss des Erwachsenen mit 32 “bleibenden” Zähnen. Die “Herren des oralen Wohlbefindens” sind im Regelfall die Zahnärzte, häufig unterstützt vom Zahntechniker. Stehen komplexere Eingriffe an, so übernimmt diese häufig ein spezialisierter Kiefernchirurg.
FDI – das Navigationssystem für die Zähne
Acht Schneidezähne reihen sich zwischen vier Eckzähnen, gefolgt von den acht sogenannten Prämolaren – das sind die Mahlzähne mit zweihöckriger Krone und einer Wurzel – und zwölf Molaren genannte Backenzähne mit vier- bis fünfhöckriger Krone und zwei bis drei Wurzeln. Das im Dentalbereich gültige FDI-System ordnet, beginnend beim Schneidezahn der rechten Oberkieferhälfte, in Richtng hinterem Backenzahn, jedem Zahn eine Zahl zu. Ausgestattet mit diesem “Navigationssystem” verständigen sich Zahnarzt und Assistentin auf Zuruf und analog nehmen sie ihre Patientenaufzeichnungen vor. Steht digitales Röntgen des unteren, rechten Eckzahns an, so nennt der Zahnarzt die “43″, und die Assistentin nimmt die Behandlung der “43″ ins FDI Patientenschema auf.
Technik für schnelle, schonende Behandlung
Die Helfershelfer bei der täglichen Arbeit des Zahnarztes haben sich in beeindruckender Art und Weise verändert. Computertechnik und digitale Bildaufzeichnungsmethoden bringen ein früher nicht gekanntes Mass an Präzision in die zahnärztliche Alltagsarbeit. Dies geschieht durchaus zum Nutzen des Patienten. So lassen sich Inlays, Teilkronen und Kronen mit Hilfe des Werkstoffs Keramik in faszinierender Qualität fertigen. Hoch belastbare Keramiken leisten ihre Dienste als lange haltbare Keramik-Zahnfüllungen. So tritt Keramik mehr und mehr an die Stelle von oft allergiefördernde Metalle. Der für Patienten besonders unangenehme Gebissabdruck mittels verformbarer Abdruckmasse macht dem “Visuellen Abdruck” über intraorale Kameratechnik Platz. Die Zahnrestaurierung geschieht mit Hillfe modernster dreidimensionaler Visualisierung am Monitor. Ein fertig gestelltes “Abdruck-Design” kann im Labor absolut passgenau aus einem Keramikblock geschnitten und dem Patienten noch in der gleichen Sitzung eingesetzt werden. Mehrere Sitzungen können entfallen.
3D-Röntgen ermöglicht präzisen Befund
Digitales Röntgen hat die Röntgenfotografie abgelöst. In modernen Praxen ist digitales Röntgen dreidimensional verfügbar. Ein klarer Befund in allen Dimensionen dient als Basis für eine optimierte Planung – bei Wurzelkanalbehandlung, Knochenaufbau, verlagerten Weisheitszähnen wie auch bei unklaren Beschwerden.